habe gerade eine Mitteilung an das ZDF verfasst, anbei meine Mail.

‚moma@zdf.de‘

Bericht von Herrn Strumpf am 16.02.2015 gegen 07:10 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

das MoMa gehört eigentlich zu den Sendungen, die einem in der Frühstückszeit ermöglichen sollten, sich einen Überblick über die aktuellen Geschehnisse in der Welt zu verschaffen.
Mit zunehmendem Befremden muss ich allerdings Ihre Berichterstattung zur Ukraine-Krise zur Kenntnis nehmen.
Dass bei aller Hektik des Nachrichtengeschäftes eine Recherche einmal nicht ganz so tiefgründig erfolgt, wie es dem eigenen journalistischen Qualitätsanspruch entsprechen sollte, kann passieren.
Hier scheint es allerdings mittlererweile zum Alltag zu gehören und es stellt sich die Frage, wo hier die journalistische Sorgfaltspflicht aufhört und die bewusste Falschinformation anfängt.

Konkret beziehe ich mich hier auf die heutigen Äußerungen von Herrn Strumpf  zur Waffenruhe in der Ostukraine.
Seine Darstellung, die Separatisten wollen sich nicht an die Waffenruhe halten, wird von ihm nicht belegt.
Selbst wenn diese Aussage den Tatsachen entsprechen sollte, gehört es, unabhängig von den rechtlichen Rahmenbedingen des öffentlich rechtlichen Fernsehens zum Ethos eines Journalisten, auch die andere Seite zu zeigen.
Weder Herrn Strumpf noch der Moderatorin dürfte es entgangen sein, dass bereits unmittelbar nach der Unterzeichnung des Abkommens in Minsk der rechte Sektor mitgeteilt hat, sich nicht an die Waffenstillstandsvereinbarung gebunden zu fühlen, da sie  gegen die Ukrainische Verfassung verstoßen würde.
Wenn überhaupt, wäre die angekündigte Nichteinhaltung der Waffenruhe durch die Separatisten nicht Ursache, sondern logische Konsequenz der Ankündigung des rechten Sektors.

Nur zur Ergänzung, auch bei den nach wie vor nicht klaren Abschussursachen des Zivilflugzeuges waren es die Kiewer Truppen bzw. die sogenannten Freiwilligenverbände, die die geforderte Waffenruhe im Absturzgebiet nicht eingehalten haben (Siehe letzte Sendung von Herrn Jauch, Aussage von Frau Krone- Schmalz).

Im vorliegenden Fall, in dem unsere Bundeskanzlerin mit hohem Engagement versucht hat, eine weitere militärische Eskalation in Europa zu verhindern, was zweifellos auch eine Christenpflicht ist, kann eine solche  Berichterstattung gerade auch aus diesen Gründen („Du sollst kein falsches Zeugnis von Dir geben wider deinem Nächsten“) nur noch verachtet werden.
Ausführungen zu humanistischen Grundsätzen oder der Umsetzung des Artikels 1 des Nordatlantikvertrages schenke ich mir an dieser Stelle.

Wenn sich also zunehmend Bürgerinnen und Bürger von den so genannten „Leitmedien“ abwenden und sich im Netz informieren, ist das eine logische Konsequenz dieser Informationspolitik.
Wie diese subtile Meinungsmache funktioniert, kann man dort sehr gut nachlesen, u.a.  http://deedls.blog.de/2014/04/15/subtile-meinungsmache-18252294/.

Auf jeden Fall haben Sie nun einen Zuschauer weniger.

Mit freundlichen Grüßen

Roland Jeschke


 

https://propagandamelder.wordpress.com/2015/02/16/propagandameldungen-vom-16-februar-2015/comment-page-1/#comment-2965

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