Getarnter Lobbyisten-Pro-Smartphone-In-Schulen Artikel?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/spicken-mit-dem-handy-bitkom-umfrage-zeigt-wozu-schueler-ihre-smartphones-nutzen-13434326.html

Meine Meinung mit WUT :D:

Smartphones sind eine gesellschaftlich akzeptierte Droge – man sieht es bei Frau Duktus Merkel, wie sie in wichtigen Reden im Reichstagsgebäude gelangweilt ihr Smushiphon (elektronisches Genital) streichelt und betoucht. Diese Errungenschaft hat Vorteile und Nachteile. Warum sollten Schüler anders handeln als Frau Bundeskanzler? Oder anders handeln als die werten Erzeuger_innen?

Dass nahezu alle 12-Jährigen ein Smartphone haben, bedeutet nichts anderes, dass 12-Jährige uneingeschränkten Zugriff zu Pornographie, Gewaltfilme, Gewaltspiele und illegaler Software haben. „Oh ich bin Mutter/Vater und natürlich sage ich ihnen, dass sie genau diese Seiten nicht angucken dürfen“. <em>Facepalm</em>

Jupp, Freie Marktwirtschaft nennt man das. Das sichert Arbeitsplätze. Scheiss auf Moral. Es sichert Arbeitsplätze. Habe ich schon erwähnt, dass es Arbeitsplätze sichert und die Wirtschaft sowie Wachstum voran bringt? Woher und unter welchen Umständen die seltenen Erden für diesen halbjährlichen Schrott kommen, ist ein anderes wichtiges Thema.

(Sarkasmus)
Naja, was solls, bestenfalls lernen Kinder, aufgrund der frei verfügbaren Pornografie, irgendwann mit 8 Jahren sich ’nen Einlauf zu machen, um ausreichend sauber für Analverkehr zu sein. Finde schon, dass in diesen Zeiten die Altersgrenze für Pädophilie auf mindestens 10 Jahre herabgesetzt werden sollte, sichert Arbeitsplätze. Ist gut für die Wirtschaft. (Sarkasmus)

Mal ohne Sarkasmus:

Smartphone für den Notfall? Für wie bescheuert halten die Wirtschaft und Eltern sich selbst, die Lehrer und die Kinder?

Was hindert die Schulen daran zumindest den Funk-Inet-Verkehr abzuschotten? Aufgrund der Foto-Funktion würde ich aber schon eher zum Einkassieren tendieren. Können die Schulen dann versteigern, für bessere Lehrmittel, bzw besserer Bezahlung der Lehrkräfte.

Wegen der im Artikel beschriebenen ach achso nützlichen Fotofunktion:

1: Wenn man die Tafel abfotografiert lernt man nichts. Es gibt sowas wie ein psycho-motorisches Gedächtnis. Also das Abschreiben prägt sich mehr in Körper und Geist ein, als das Abfotografieren.

2: Weiss jeder, was wirklich fotografiert wird. Andere Leute in entwürdigen Situationen.

Geht man tiefer, ist das Problem aber bei den Eltern bzw der Kommerz-Gesellschaft zu suchen. Aber wer will schon die böse rückständige Mutter oder Vater sein, die/der seinem Kind als einzigem das SP verbietet?

SCHEIßE, DANN HÄTTET IHR NICHT KINDER ZEUGEN DÜRFEN, WENN IHR KEINEN BOCK, ZEIT UND GELD HABT, IHNEN MORAL, ANSTAND, DEMUT UND VERZICHT BEIZUBRINGEN. DAS NÄMLICH NENNT MAN ERZIEHUNG!

Tjoah, letzteres war wohl eher eine persönliche Entgleisung, aber ich denke mal sie trifft dennoch den Kern, oder neudeutsch CORE. Ausserdem schrieb ich ja: „MIT WUT.“

<em>“„Smartphones gehören zum Alltag von Schülern und sind damit natürlich auch ein Teil der Schule“, kommentierte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg die Ergebnisse. Umso wichtiger sei es, Schülern Medienkompetenz zu vermitteln, damit die Geräte auch im Unterricht sinnvoll genutzt würden. Voraussetzung dafür sei, dass Lehrer geschult würden und mit neuen Technologien umgehen könnten.“</em>

WTF. Für viele Schüler gehört auch Masturbation zum Alltag, dann ist das folglich auch ein Teil der (alltäglichen) Schule? Medienkompetenz in allen Ehren, aber dafür braucht man kein Smartphone in der Schule. Desktoprechner können diese ausreichend ersetzen und simulieren, um Medienkompetenz zu vermitteln. Bringt den Kindern lieber bei, wie man mit zwei Stöckern Feuer macht und ’nen Spaten ‚bedient‘. Das Feuer auf ’nem Display wärmt nicht wirklich und gart auch keine Speisen.

Für mich ist dieser Artikel nur Bitkom-Werbung, was auch immer Bitkom sein mag. Hat mit Sicherheit mit Smartphones und Inet zu tun. Demzufolge Lobbyisten-Scheiss in einen pseudo-moralischen Artikel versteckt. Erinnert mich an Cola-Automaten in Schulen.

K, hab mich informiert. Bitkom sagt:

„*Mittelstand

Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hängt maßgeblich von Innovationen und einem funktionierenden Wettbewerb ab. Hierbei leistet die IT einen wesentlichen Beitrag, und insbesondere mittelständische Unternehmen sind es, die als Anbieter und Anwender mit ihrer besonderen Flexibilität und Dynamik den Wirtschaftsmotor in Schwung halten, neue Arbeitsplätze schaffen und den Standort Deutschland stärken.*“

Die triggernden Schlagwörer dieser Beschreibung reichen mir vollkommen, ansonsten gibt die Seite nur sehr schwammig preis, was sie macht, wofür sie ist und der Verweis auf die Mitglieder ist auch sehr Netz-Kommerz bezogen.

Zur elitärsten Mitgliedschaft (nicht die 0815-Mitgliedschaft):
„<em>Der Executive-Level
Ausschließlich Executives der Mitgliedsunternehmen haben Zugang zu besonders hochrangig besetzten Veranstaltungen wie den politischen Abenden, den politischen Sommerfesten, Jahrestagungen, Messeempfängen oder auch den IT-Gipfel-Treffen. Hier führt BITKOM hochrangigste Vertreter aus Politik, Medien und Wirtschaft zusammen.</em>“

Hoffentlich lassen sich unsere Politiker nicht von solchen Vereinen ‚verköstigen‘ und beraten. Wer es vergessen hat, es geht um unsere Kinder.

Ein weiteres Problem des Artikels ist, dass er vermittelt, dass sich Schule und Lehrkräfte dem Smartphone anzupassen haben, weil sie ohnehin keine Chance haben, dagegen noch etwas auszurichten. BULLSHIT sage ich. Smartphones sind nicht schlecht, aber ohne Aufsicht lasse ich mein Kind bestimmt nicht mit einem Laserpointer, Feuerzeug, Buschmesser oder Smartphone allein (zur Schule gehen).

Vielleicht bin auch nur VT und dramatisiere zu sehr … kp.

Ich kann leider nicht mehr anders, als solche Artikel genauestens auf Lobbyisten-Absichten zu hinterfragen weil – Trick me once shame one me und so weiter.

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