Wiedermal dümmliche Russen-Hetze und journalistischer Offenbarungseide im Speigel Online:

http://www.spiegel.de/einestages/kinder-vom-kamper-see-grab-unter-wasser-a-1021273.html

Verpackt in einem Artikel über die Toten eines Flugzeugabsturzes in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges:
Ich hätte nicht hierher kommen müssen. Doch der Respekt nötigte mir die Reise ab. Seit Jahren geht mir dieses Flugzeug durch den Kopf, sein Absturz mit den Kindern, ihr Grab unter Wasser.
Warum die Maschine abgestürzt ist? Darüber rätseln die Spezialisten bis heute. Eigentlich waren die Flugzeuge nur für 16 Besatzungsmitglieder gedacht. Die hoffnungslose Überfüllung könnte den Absturz verursacht haben.
In einem Hangar unweit des Sees befinden sich ein kleines Militärmuseum sowie die “Stiftung für Militärkunde Fort Rogowo”. Ich treffe ihren Gründer und Vorsitzenden, Miroslaw Huryn, der sicher ist, dass das Flugzeug damals von sowjetischen Panzern abgeschossen wurde. Zum Beweis zeigt er mir vom Wrack geborgene Blechteile, die tatsächlich von Granatsplittern durchlöchert sind.
– Das Beste: Später gab es auch Aussagen von Zeugen, die damals sowjetische Panzer auf den umliegenden Feldern gesichtet haben wollen. Doch der Nachweis eines Abschusses könnte möglicherweise erst mit der Bergung des Wracks geliefert werden. Das Erschießen von Zivilisten war nach Kriegsrecht jedenfalls verboten – und wäre zudem ein Verbrechen, das nicht verjährt. Die Frage, ob dann noch Ermittlungen angestellt werden könnten und müssten, stünde im Raum.
Darüber geredet hat damals niemand, zu groß war die Angst vor der möglichen Anschuldigung gegenüber der Sowjetunion, dass ihre Soldaten damals auf Zivilisten geschossen hätten.

Wie immer erfüllen erst die Leser in ihren Kommentaren die journalistische Pflicht und recherchieren bzw denken nach:
Die Do 24 ist ein Fernaufklärungsflugboot, bewaffnet mit 2 7,92 mm-Maschinengewehren und einer 20 mm-Maschinenkanone. Das Flugzeug ist also alles andere, als ein ziviles. Natürlich wird ein eindeutig bewaffnetes Flugzeug vom Feind abgeschossen.

Autor:
Matthias Kneip (*1969) arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt sowie als freier Schriftsteller, Publizist und Polenreferent. Für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung erhielt er 2012 das Kavalierskreuz der Republik Polen vom polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski.


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/03/03/propagandameldungen-vom-3-marz-2015/comment-page-1/#comment-5091

Advertisements