Debatte über Sexismus-Vorwürfe

“Komplimente, Einladungen, die ganze Palette”

Der tiefe Blick ins Dekolleté, der feste Kniff in die Hüfte. Es gibt kaum eine Frau, die so etwas nicht kennt. Und es gibt kaum eine Frau, die darüber spricht. Das könnte sich mit der heftigen Debatte um die Vorwürfe gegen FDP-Fraktionschef Brüderle nun ändern. Wenn Frauen sich öfter trauen würden, Namen zu nennen.

Von Sandra Stalinski, tagesschau.de

https://www.tagesschau.de/inland/sexismus100.html

Wer ist Sandra Stalinski? Auf allen Kanälen aktiv, recherchiert sie ihre belastanden Beweise über ihre Accounts bei Amazon, Facebook, LinkedIn, Twitter, plus.google.com, books.google.de, tickert bei Zeit&Wahrheit und bloggt im Tagesschau-Blog.

Die Tagesschau-Geschichte geht so: Zuerst breitet die Bloggerin allerhand Allgemeinplätze aus, beruft sich auf eine Spiegel-Journalistin, die auch nur Allgemeinplätze zu sagen weiß, und gräbt die junge “Stern”-Journalistin Laura Himmelreich aus, die über Zudringlichkeiten von FDP-Chef Rainer Brüderle berichtet hat.

Dann breitet Sandra Stalinski genüßlich die nicht verifizierbaren Vorwürfe der Stern-Journalistin aus und füttert uns mit generalisierten Vorwürfen und leeren Behauptungen, weil Männer eben so sind, gräbt in ihrer ganzen Palette Accounts herum, spricht vom Anbaggern und Bagatellisieren und überschreibt die vollkommene Leere mit: Ein Schweigekartell wird gebrochen.

Ein Schweigekartell unterdrückt böswillig Informationen, ist jedoch kein streng wissenschaftlicher Begriff. So gesehen dürfen wir mediale Informationsunterdrückung in der Ukraine-Krise fortan als böswillig bezeichnen und darin ein Schweigekartell erkennen.

Dann folgt die Generalverdächtigung, die alleinig an der “Journalistin” Anette Bruns aufgehängt wird und im Konjunktiv bleibt. Wahrscheinlich aus Angst vor einer Klage: Zu Zeiten der Bonner Republik seien solche Zudringlichkeiten wohl an der Tagesordnung gewesen, im politischen Berlin sei das aber offenbar nicht mehr so verbreitet. Aber: “Ich weiß von jungen Kolleginnen, dass es das nach wie vor gibt: Komplimente, Einladungen, die ganze Palette – und zwar in allen Parteien.

Damit wären wir beim Schwerpunkt des Artikels – Komplimente, Einladungen, die ganze Palette! In allen Parteien.

Der Satz ist so unbeholfen wie suggestiv. Nur was genau suggeriert er? Flaute? Die Nacht im Dunkeln?
Das Hörensagen bestimmt den Artikel und was wird da nicht alles gehört: Irgendwer hat ein Kompliment gemacht, eine andere bekam eine Einladung – das ist ja unerhört! Das ist ja eine ganze Palette!

Anette Bruns wagt sich mit ihrem dünnen Bekenntnis wohl wie heute üblich erst jetzt an die Öffentlichkeit, ist allerdings nicht vom Vater vergewaltigt worden, sondern weiß von “Komplimenten” und “Einladungen” nur als Gerücht! Das sind also die belastenden Beweise der Bloggerin: irgendwo ist irgendwas passiert.

Sandra Stalinskis Sexismusdebatte ist die einer Autistin, keiner hört zu? Dann rede ich mit mir! Einer inhaltsleere Bloggerin und weit entfernt vom Charisma des Tratsch im Treppenhaus.
Der Artikel klingt wie der zusammengefegte Vorwurf eines Mauerblümchens. Sandra Stalinki möchte auch mal was sagen, weiß aber nicht zu wem und was? Und “angebaggert” worden ist sie auch noch nie? Sonst hätte sie den sexistischen Tatbestand doch offenbart?! Kein Wunder!

Mal eine ganze ernste Frage: Werden hier alle immer doofer?


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/03/04/propagandameldungen-vom-4-marz-2015/comment-page-1/#comment-5145

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