https://www.tagesschau.de/wirtschaft/olympia-staedte-101~_origin-37fb1280-0130-4cd0-9268-b8709908c2a1.html

Die GEZ-Schutzgeldfinanzierte Tagesschau zieht Bilanz aus vergangenen olympischen Spielen. Peking und vor allem Sochi schneiden ihrzufolge am schlechtesten ab. Subjektive Einschätzungen und Aussagen ohne Angaben zu Quellen, Berechnungen und methodischem Vorgehen.

Ohne überprüfbare und nachvollziehbare Quellenliste kann i.d.R. keine wissenschaftliche Arbeit publiziert werden. Im Journalismus oder bei Studien, die von Stiftungen/Think Tanks/Lobbygruppen publiziert werden, scheint dies keineswegs selbstverständlich zu sein. Zuweilen entsteht einem der Eindruck, dass teilweise sogar bewusst auf Quellenangaben verzichtet wird, um Kritikern eine Überprüfung zu erschweren oder gar unmöglich zu machen.

Einige Beispiele aus Sandra Stalinskis „Bilanz Olympischer Spiele — Barcelona top – Sotschi Flop“ vom 16.03.2015:
-Für ihre Lobhudelei auf Barcelona beruft sich Tagesschau Lohnschreiberin Stalinski auf nicht zuzuordnende Aussagen der Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Maennig und Andrew Zimbalist. Bei letzterem aus seiner soeben erschienenen Studie, dessen Titel der Leser jedoch nicht erfährt
-Es ist außerhalb Russlands nicht bekannt wieviel die olympischen Spiele in Sochi gekostet haben. „Ökonomen schätzen die Ausgaben auf 50 bis 65 Milliarden US-Dollar, womöglich sogar mehr“ behauptet Stalinski und verweist in diesem Zusammenhang nur auf eine Frage Zimbalists „Wie viele Touristen müssten jährlich kommen, um das zu kompensieren?“ anstatt darzulegen auf welcher Grundlage diese geschätzen Zahlen basieren. Immerhin geht es um eine Differenz von min. 15 Mrd. Dollar, was nicht gerade für eine halbwegs zuverlässige Schätzung spricht, schon gar nicht durch „Ökonomen“.
-Zu „Menschenrechtsverletzungen auf den Baustellen“ in Sochi bezieht sich Stalinski auf Zahlen von Human Rights Watch ohne den Namen der dazugehörigen Publikation/Studie zu nennen
-Beim Thema Umwelt in Sochi verzichtet Stalinski komplett auf Namen und behauptet „Umweltschützer beklagen, dass die Bauarbeiten Gebirgslandschaft und Biodiversität erheblich geschadet haben“. Im Gegensatz zur „Erfolgsgeschichte“ Barcelona erfolgt hier kein Verweis auf Personen oder Organisationen, die solche Schlussfolgerungen gemacht haben, geschweige denn auf Studien, deren Methodik solche Schlussfolgerungen überhaupt zulassen würden
-Müssen in Sochi noch humanitäre Aspekte herhalten, um die dortige Olympiade in Misskredit zu bringen, wird dieser Aspekt bei München außen vor gelassen. Stalinski behauptet „unter ökonomischen und stadtplanerischen Aspekten war auch München 1972 ein Erfolg“. Dass die olympischen Spiele in München abgesehen vom sportlichen Geschehen in der Öffentlichkeit vor allem durch das Attentat auf einige israelische Athleten geprägt war, wird hier bewusst verschwiegen

Fazit: Ein von Doppelmoral geprägter, zumeist auf subjektiven Einschätzungen basierender amateurhafter Versuch einer wirtschaftlichen, sozialen und umwelttechnischen Bilanz vergangener Olympiaden mit der unverkennbaren Absicht vor allem Peking und Sochi in ein schlechtes Licht zu rücken anstatt Fakten und wasserdichte Beweise zu präsentieren.


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/03/21/propagandameldungen-vom-21-marz-2015/comment-page-1/#comment-7259

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