heute gab es sehr interessante Einblicke zum Thema Unabhängigkeit von Untersuchungen bei Flugunfällen.

“Untersuchungsstellen arbeiten unabhängig” Elmar Giemulla im Gespräch mit Bettina Klein

Klein: …. Jetzt gibt es schon Leute, die fragen: Wer entscheidet denn am Ende, wenn es aus welchen Gründen auch immer sehr brisante Erkenntnisse gibt, wer entscheidet eigentlich darüber, was da veröffentlicht wird? Wer wacht darüber, dass die Öffentlichkeit tatsächlich die ungeschminkte vollständige Wahrheit erfährt?

Giemulla: Glücklicherweise ist das international geregelt: Erstens, dass es solche Unfalluntersuchungsbüros geben muss – auch Deutschland hat eine solche Stelle -, und zweitens, nach welchen Regeln die arbeiten. Der Sinn dieser Stellen ist, dass solche Katastrophen genutzt werden, um daraus Lehren zu ziehen, um die Mängel, die da sichtbar werden, abzustellen, damit anderen dasselbe Schicksal erspart bleibt, die Luftfahrt insgesamt sicherer wird. Da ist keine eigenständige und zusätzliche Entscheidung irgendeines Politikers nötig. Diese Stellen sind unabhängig, sie arbeiten unabhängig und veröffentlichen ihre Ergebnisse aus sich heraus, und zwar auch unabhängig von politischen Weisungen und ungeschminkt. Das ist ganz wichtig und der Sinn dieser Unfalluntersuchungen. Deswegen dürfen wir darauf vertrauen, dass das, was am Ende hoffentlich sehr bald veröffentlicht wird, tatsächlich auch der Wahrheit entspricht.
“Können wirklich eine objektive Aufklärung erwarten”

Klein: Vielleicht ist politischer Einfluss, den man ja in anderen Zusammenhängen mitunter befürchtet, gar nicht so entscheidend, als – auch das ist ja eine Vermutung im Augenblick – der mögliche Einfluss der Anwälte von Fluggesellschaften, die sich sehr genau angucken werden, was da rauskommt.

Giemulla: Das werden die sich sicherlich angucken und unter Umständen – das wird man sehen – natürlich Fakten, die gegen ihre eigenen Mandanten sprechen, verkleinern, verniedlichen wollen. Es bleibt aber dabei, dass die Fakten, wenn sie denn von der Unfalluntersuchungsstelle festgestellt werden, einfach in der Welt sind, mitgeteilt werden, der Öffentlichkeit, den Medien mitgeteilt werden, der Politik mitgeteilt werden, und da ist natürlich der Grat für Anwälte, das wegzudiskutieren, ganz, ganz schmal. Wir können hier wirklich erwarten und hoffen, dass wir eine objektive Aufklärung haben.

Klein: Wir erwarten und wir hoffen. Wir müssen uns quasi darauf verlassen, dass die Behörden sich nicht von Anwälten zum Beispiel beeinflussen lassen?

Giemulla: Das wird so sein. Die Behörden werden ja nicht von Anwälten bezahlt. Die Behörden können keinen Schaden durch Anwälte erleiden. Sie sind Staatsbedienstete, die nicht weisungsunterworfen sind irgendeinem Minister gegenüber. Alles das ist bewusst so eingerichtet worden, um genau die Gefahren, von denen Sie reden und von denen es ja andere geben mag, nämlich die Gefahren, die Möglichkeit und die Interessen, Fakten zu unterdrücken, dass das wirklich ausgeschlossen wird. Denn wenn das möglich wäre, dann wäre es keine objektive Untersuchung, dann würde es auch keine Verbesserung geben können.

http://www.deutschlandfunk.de/germanwings-absturz-untersuchungsstellen-arbeiten.694.de.html?dram:article_id=315255

Frau Bettina Klein traut sich nicht “MH17″ in den Mund zu nehmen, aber es ist doch offensichtlich in welche Richtung ihre Fragen gehen. Wenn es also international geregelt ist, dann ist doch der massive politische Einfluss bei MH17 bewiesen und kein Journalist unserer ÖR regt sich darüber auf oder hinterfragt die Sache.


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/03/25/propagandameldungen-vom-25-marz-2015/comment-page-1/#comment-7673

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