http://www.telesurtv.net/english/opinion/Alberto-Nismans-Death-and-AMIA-Who-Cares-About-the-Truth-20150203-0045.html

Habe kürzlich per Zufall etwas über den argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman gelesen, der Kurz vor einer Anhörung im argentinischen Parlament zu Tode gekommen ist. Er hatte angeblich Beweise gegen die Präsidentin, die seiner Meinung nach einen vom Iran verübten Massenmord an jüdischen Einwohnern vertuscht haben soll. Der informative Bericht stand auf der Webseite von telesur. Verfasser ist ein an der Uni von Buenos Aires lehrender Historiker. Dann habe ich das mit den noch abrufbaren Meldungen der Tagesschau verglichen. Mir scheint, hier wurde wieder mal einer zum Helden aufgeblasen, der dieses Etikett absolut nicht verdient hat und eine Regierung diskreditiert, die das beim Stand der Ermittlungen ebenfalls nicht verdient hat. Wer wissen will, wie unsere Fernsehjournalisten Auslandsberichte verfassen, speziell über Lateinamerika, sollte sich der gleichen Prozedur unterziehen wie ich. Es ist einfach unglaublich. Da wird im Spekulationssumpf gewatet, mit den blödsinnigsten Unterstellungen gearbeitet, die man sich vorstellen kann, ohne diese allerdings als Tatsachen auszugeben. So geschickt ist man schon, das Bedürfnis nach Nähe zum Mainstream nicht allzu offensichtlich werden zu lassen. Man merkt es erst, wenn man erkennt, dass hier eine Auslassung von Fakten vorgenommen wurde, die zu einer halbwegs unparteiischen Berichterstattung einfach dazugehören müssen. Dies setzt allerdings eine eigene Recherche voraus, welche die meisten Fernsehzuschauer nicht machen. Höhepunkt der ARD-Berichterstattung ist der jüngste Beitrag, in dem berichtet wird, wie der Fall in Argentinien den Buchmarkt beflügelt und die unterschiedlichsten Theorien kursieren, wiederum, ohne ein einziges relevantes Faktum zu nennen. Frei nach dem Motto “nichts genaues weiß man nicht”.


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/05/30/propagandameldungen-vom-30-mai-2015/comment-page-1/#comment-14860

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