Ich habe eben die Tagesschau von gestern 20.00 Uhr auf der ARD-Seite angeschaut. Die haben ausführlich über den Mord an Litwinenko berichtet, den Agenten, der damals in London ermordet wurde. Dass die den jetzt noch einmal instrumentalisieren, ist ein absoluter Tiefschlag und eine große Anklage, die sie gegen Russland konstruieren wollen.

Litwinenko wurde im November 2006 ermordet. Er verstarb nach wochenlangem Leiden (seit 1 November) punktgenau einen Tag vor dem EU-Russland Gipfel in Helsinki am 23.11.2006. Am 24.11.2006, am Tag des Gipfels, wurde sein angebliches Testament verlesen, in dem er Putin persönlich anklagte für seinen Tod. Man muss wissen, dass Litwinenko in der ganzen Zeit in der er in London lag, nur mit einem sehr kleinen Personenkreis Kontakt haben durfte. Zeugen für die Echtheit des Testaments, in dem er angeblich Putin persönlich anklagte, gibt es nicht.

In den Buch von Gerhard Wisnewski ist erläutert, warum es eigentlich klar ist, dass nicht die russische Führung um Putin Litwinenko ermordet hat. Er schildert Details und Hintermänner. Gerhard Wisnewski: Verheimlich, vertuscht, vergessen. Was 2007 nicht in der Zeitung stand. Seite 48-61.
(Anmerkung: In dem ersten Band von ihm standen auch noch Ereignisse aus dem Jahr 2006 – also kein Fehler!)

Besonders brisant: Auf dem Gipfel in Helsinki hätte es ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Russland geben sollen, weil das alte von 1997 nach 10 Jahren Ende 2007 ablaufen würde. Kurz davor, direkt vor dem Petersburger Dialog und genau an Putins Geburtstag wurde damals zudem Politkowskaja ermordet. (Das war am 7.10.2006)
Also der, der das neue Partnerschaftabkommen nicht haben wollte, ist vermutlich der Möder!

Nur wenn man davon ausgeht, dass Putin das Partnerschaftsabkommen nicht verlängern wollte, dann muss man davon ausgehen, dass er so medienwirksam wie möglich und punktgenau (was in London eigentlich unmöglich war) Politkowskaja und Litwinenko umbringen ließ. Dafür spricht jedoch nichts! Das Partnerschaftsabkommen scheiterte damals wegen Polen. („Dem neuen Europa, wie man auch so schön in den USA manchmal sagt.“)

Wenn man bedenkt, was daraufhin folgte, muss man sich Gedanken machen:
1. Das Drängen der USA auf den Raketenabwehrschirm – angeblich gegen den Iran.
2. Der Krieg Georgiens gegen die Bevölkerungs Südossetien und der dortigen russischen Schutztruppen. Ausgelöst und nachweislich angefangen von Saakaschwili, den Mann der USA, damaliger Präsident von Georgien und heutiger Gouverneur von Odessa. Alles nach vorheriger Aufrüstung durch die USA!

Wie wir alle wissen hatten, hatten die Russen Georgien wegen der kleinen Größe als Reaktion auf den Angriff damals einfach besetzt und einen langen Abnutzungskrieg im Sinne der USA dadurch verhindert. Die ganze Sache flog auf und man ließ erst einmal Gras darüber wachsen. Die Ukraine und Georgien sollten jetzt doch nicht in die NATO (was vorher schon geplant war!) und es ging erst einmal daran den Arabischen Frühling zu gestalten. Erst danach ging es weiter mit dem Plan von Brzezinsky und dem Kampf gegen Russland.

Wenn man in die Geschichte schaut und sieht, wie viele Leute teilweise schon sterben mussten, um einen Krieg zu legitimieren und das auch von Seiten der USA geschah, dann steht zu 99% fest, dass Litwinenko ein Auftragsmord westlicher Kreise war, um Europa zu spalten; in EU und Russland. Ansonsten hätte man den Raketenabwehrschirm nicht propagieren können und die Spaltung wollte man wohl, denn Russland wurde wirtschaftlich wohl einfach zu stark unter Putin.

Also ich empfinde es als unglaublich, dass jetzt dieser Mord noch einmal instrumentalisiert wird, um weitere Hetze zu betreiben. Da ich bisher noch keinen Hinweis darauf gefunden hatte, dass hier jemad etwas zu dem Thema gemeldet hatte, musste ich das hier schreiben. Ich bin ja inzwischen nur noch selten schockiert, aber eben war ich es.


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/08/01/propagandameldungen-vom-01-august-2015/comment-page-1/#comment-23929

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