Weil dieses „journalistische“ Meisterwerk so schön ist – gleich nochmal was dazu:

Nato wappnet sich für Kampf gegen Putin und den IS

Russland im Osten, der IS und zerfallende Staaten im Süden: Europa ist von Bedrohungen umzingelt.
Europa umzingelt? Ein Versuch die Gedanken Jungholts nachzuvollziehen – auf den Spuren von Kriegstreibern:
RU im Osten, IS und die gemäßigten freundlichen Terroristen im Süden. Im Norden: England? Island? Die Eisprinzessin? Gut bei Westen übern Teich gibts die Bedrohung schlechthin, diese – diese genau: US-Amerikaner!
Gegen Putin ein Manöver mit 36.000 Soldaten – gegen einen Mann? Oder geht es nicht wieder in Wirklichkeit gegen Russland wie bereits schon einige Male zuvor?
Gegen den IS? Der ist ja fast so gut wie die Mär vom Raketenabwehrschirm gegen den Iran, der bestimmt in 6 Monaten die Atombombe hat – und das über zehn Jahre lang oder noch besser Nordkorea. Hängen in den Redaktionen keine Notfallnummern für Alkoholtherapien?
Gegen DEN IS, den nachweislich unsere „Freunde“ bei der Entstehung wollwollend gewähren ließen und zumindest indirekt über Dritte unterstützten?

Geschützdonner dröhnt über die steinige Ebene. Rauchschwaden steigen auf, Panzer pflügen über das Gelände. In der Luft fliegen B-52-Bomber, Apache-Kampfhubschrauber und Chinook-Transporthelikopter, die Spezialkräfte absetzen. Der Wind trägt das Knattern von Maschinengewehren Hunderte Meter weit. F-18-Kampfjets unterstützen die Bodentruppen, die auf eine Ortschaft vorrücken.
Ja, hach – ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.

Die Nato, so lässt sich das Geschehen zusammenfassen, lässt die Muskeln spielen. Aber für wen? Wer soll beeindruckt werden von dieser gigantischen „show of force“?
Komisch. Das Bild der US Navy am Strand von Spanien kenn ich irgendwie anders. Von diesem schönen Kriegsvideo, bei dem „leider“ der Krieg ausfallen muss, weil die Fahrzeuge der usA bei der Fahrt über den Strand im Sand stecken bleiben: Menschenmordende Hochtechnologie mit Sand im Getriebe der Kriegsmaschinerie.

Die Vereinten Nationen fürchten globale Auswirkungen, Schifffahrtsrouten und Energieversorgung sind gefährdet. Der UN-Sicherheitsrat bittet deshalb die Nato um Hilfe, das Bündnis interveniert mit Land-, Luft-, See- und Spezialstreitkräften.
Der erste Gedanke war: Die NATO wendet sich gegen die usA? Nein, der UN Sicherheitsrat (einstimmig?) bittet usA um einen Angriffskrieg? Warum, weil sie „befürchtet“ und weil irgendwas irgendwo „gefährdet“ ist?

Natürlich erinnert diese Storyline, lässt man das UN-Mandat einmal weg, an die Ukraine-Krise. Hans-Lothar Domröse, deutscher Vier-Sterne-General und Kommandeur des Nato-Manövers, macht daraus auch keinen Hehl.
„Storyline“ – oh, wie schön. Hollywood. Die wollen doch nur spielen. „Globale Auswirkungen“, „Schifffahrtsrouten“ haben mit der Ukraine wohl sehr wenig zu tun. Aber beruhigend das die Presse einem General sowas in den Mund legen. „Energieversorgung“ nun ja, das Problem wird sich bald klären, wenn sich Fernwest nicht wieder mit gesteuertem Terror einmischt.

Von Russland fühlt sich das Bündnis sowohl im Osten Europas als auch im Süden – in Syrien und im Mittelmeer – besonders herausgefordert.
Gerade noch IS im Süden – nun schon der russische Bär in Badefell. Der Artikelschreiber macht sich ehrlich und offenbart sein geistiges Konstrukt.

Denen habe er professionell „Guten Tag gesagt“, sie über die Übung informiert, so wie es die internationalen Abkommen verlangen. Die Russen würden das weniger transparent handhaben.
„Professionell Guten Tag sagen“? Ab dem Punkt steht wohl fest, dass die Alkoholika in den Redaktionsstuben frei sind. Soweit das der Presse zu entnehmen ist, sagen auch die russischen Generäle professionell „Guten Tag“ zu den westlichen Militärbeobachtern und informieren diese ebenfalls über ihre Übungen, so wie es die internationalen Abkommen verlangen.

Er aber habe den Gästen aus Moskau sogar noch die Hand geschüttelt, sagt Domröse. So weit der offizielle Teil. Gedacht hat Domröse bei dem Händedruck womöglich: Tja, jetzt könnt ihr euch Gedanken darüber machen, wo Kamon, Lakuta und Tytan liegen. Und was das für euch bedeutet.
Wie kann das sein, Herr Jungholt? Der General schüttelt „sogar“ die Hand?! Ohhhhh, diesen russischen Untermenschen die Hand schütteln oder was wollen Sie damit suggerieren. Elender armseliger Kriegstreiber. Wo ist eigentlich die Antifa, wenn es mal wirklich was zu tun gäbe? Ach so, die mischen gerade die Bevölkerung auf, die sich gegen politische Entscheidungen stellt. „Die Welt“ lässt unter „Politik“ so einen Schwachsinn wie „vermutete Gedanken eines Generals“ zu? Keine Überraschung. Nur ein weiteres Armutszeugnis.

Die Bündnisverteidigung steht, und die Nato ist jederzeit bereit, auch außerhalb ihres Territoriums Kriseneinsätze zu übernehmen und Aggressoren in die Schranken zu weisen.
Ist „Bündnisverteidigung“ nicht das Gegenteil von „außerhalb ihres Territoriums Kriseneinsätze zu übernehmen und Aggressoren in die Schranken zu weisen“? Ist Zweiteres die letzten Jahrzehnte nicht die versuchte legitimierende Ausrede für Angriffskriege rund um den Globus? Die Nato will die UNO-Truppen und -entscheidungen ablösen; ganz einfach das heißt dieser Satz. Dann braucht es auch diesen nur als störend empfundenen UN-Sicherheitsrat nicht mehr. Die NATO ist ein Angriffspakt. So sieht es auch.

*Aber diese Botschaft geht nicht nur in Richtung Moskau. „Die größte Bedrohung ist die Gleichzeitigkeit der Herausforderungen im Osten und die unsichere Lage in den südlichen Krisenregionen“, sagt der Nato-Kommandeur. Syrien, Irak, Jemen, Somalia, der Maghreb und vor allem Libyen – es liege eine Art Feuerring rund um Europa, und überall könne die Nato in naher Zukunft gefordert sein. *
Nato-Kommandeur? Ja, der Bundespastor hats geschafft: Ein teutscher Vier-Sterne-General ist Kommandeur des Nato-Manövers. Ab jetzt dürfen wieder und noch mehr teutsche Soldat(inn)en in den Schützengräben verrecken.
eine Art Feuerring rund um Europa – Und wie entstand dieser Feuerring genau? Dazu gibt es Literatur von einem US-Strategen, ja, wirklich, Herr Jungholt. Und Stratfor hat auch schon unlängst dazu seine Aussage gemacht. Syrien, Irak, Jemen, Somalia und vor allem Libyen. In welchem Zusammenhang kommt diese Zusammenstellung bekannt vor? Also allen die sich damit beschäftigen, außer den Politikern und deren Lohnschreibern. Wer hat nochmal mit diesen Ländern zu tun gehabt, bevor dort Bruderkriege ausbrachen, Regierungen stürzten und millionenfaches Leid begann. Kleiner Tipp an Jungholt und Domröse: Russland war da noch „Regionalmacht“.

Oder Libyen. „Wenn uns das Land zusammenbricht, geht die Südküste des Mittelmeers in Feuer auf, und Afrika wäre offen“, sagt Domröse.
Libyen ist bereits am Boden, Herrrr Generrral. Und die Armee Wenck existiert nur noch in ihrem Köpfchen.

*Sichtbarstes Zeichen dieser Veränderung sind die Schnellen Reaktionskräfte (NRF), deren Zahl auf 40.000 verdoppelt wurde. Außerdem wurde die „Speerspitze“ ins Leben gerufen, ein besonders zügig einsatzbereiter Teil der NRF. *
Die ersten die dann verrecken dürfen, wenn alte Männer die vermeintliche Weltherrschaft an sich reißen wollen. Ein Hoch auf diese bereits gefallenen Helden.

„Das Manöver“, sagt Stoltenberg, „zeigt die Stärke und Geschlossenheit der Allianz. Die Nato ist bereit, unsere Bürger, Werte und Territorien zu verteidigen.“ Das Szenario sei fiktiv gewesen, „aber die Lehren, die wir nun ziehen können, sind sehr real und helfen uns enorm“.*
Warum klingt das, wie ein Pfeifen im Walde und kurz vor den beiden Teilen des letzten Weltkriegs? Alleine der Versuch verbal abzurüsten scheint diese kalten Krieger schon den Schlaf zu rauben. Jawohllll, Herr Sekretääär! Wir. Dienen. Krieg.

Militärs, sagt Domröse, könnten sich leere Versprechen nicht leisten: „Wir müssen unsere Soldaten so ausbilden, dass sie liefern können, wenn sie einen Auftrag bekommen.“
Ein weiterer Sieg der von Teutschen geführten multinationalen Armee wird in den nächsten Jahren zu berichten sein, verlassen Sie sich darauf Herr Obersturm…

http://www.welt.de/politik/deutschland/article148446511/Nato-wappnet-sich-fuer-Kampf-gegen-Putin-und-den-IS.html

Das ist vorbereitendes Kriegsgeschrei, was Thorsten Jungholt da ablässt. Auf der Axel-Springer-Journalistenschule in Hamburg gelernt ist eben gelernt. Axel-Springer-Journalistenschule? Schwarzer Schimmel? Schwangerer Priester?
Differenziertes Berichten sieht wohl anders aus, aber ist eben nur „die Welt“. Die ÖR hättens sicher nicht besser gemacht.

Was macht so ein unterirdischer Artikel über eine Militärübung der Nato unter Politik, Welt? Oder wollt ihr damit offen vor Euch hertragen, was wir eh schon wissen: Militärs sind die neuen Politiker. Kriegstreiber unsere Verhandlungsführer. Krieg ist Frieden.


https://propagandamelder.wordpress.com/2015/11/05/propagandameldungen-vom-05-november-2015/comment-page-1/#comment-36700

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