Die Geschichte des Terrors beginnt für die deutsche Journaille an nelf (9elf), obwohl sich die Experten einig sind, dass das wohl die falsche Zeitangabe darstellt, an dem die Radikalisierung (auch durch den Westen) fokussiert wurde:

Die Anschläge von Paris sind angsteinflößend. Für die Islamisten sind die 129 Toten womöglich nur ein Schauspiel, Teil eines geplanten Dramas, das am 11. September 2001 begann. Nun gilt es, den letzten Akt zu verhindern.
Wenn die Schreibhengste schon alle und alles so in einen Topf werfen und nur noch von einer zentralen Planungsstelle ausgehen, sollte auch mal genau öffentlich beleuchtet werden, wie diese Planungsstelle entstehen konnte und wer immer wieder gute Kontakte dahin pflegt. 1-2-3 fettige Kartoffelsticks sollte da nicht vergessen werden, denn wo der John auftaucht, da ist Wayne weit weg. Oder es gibt die zentrale Terror-Planstelle nicht, und diese Erkenntnis würde wohl zu noch viel heftigeren politischen und medialen Angstanfällen führen. Was aber wiederum auch nicht beantworten würde, ob es sich bei nelf um Borderline-Symptome, Staats-Masochismus oder Terrorzellen-Metastasen handelt.

Und jetzt, im 21. Jahrhundert? Terrorakte, die einer Dramaturgie folgen. Sie begann am 11. September 2001. Die Anschläge in Paris führen sie weiter.
Unter der fadenscheinigen Einteilung in Kriegsjahrhunderte beginnt der Terror an genau diesem Datum? Für wen? Von wem? Wie geschichtsblind/-verzerrend dürfen Journalisten sein? Und alleine zu nelf sollte die Frage kommen, was genau da Jahre zuvor in der Tiefgarage unter den großen Schwestern geschah, um beispielsweise nur mal ein kleines Stück weiter zurückzugehen: Fragmentierung von Wissen in Reinform.

Als die Analyse veröffentlicht wurde, galt all dies noch als sehr unwahrscheinlich. Nun, zehn Jahre später, sind fast alle seine Vorhersagen eingetreten. Mit einem Unterschied: Der IS hat weitergeführt, was Islamisten von Al-Kaida bei der Planung von 9/11 begonnen haben.
Also “Die Protokolle der Macher des Dschihads”? Nicht, dass auch hier die Echtheit zwangsweise anzuzweifeln ist, doch zumindest aber die Intension und auch die Identität der Ersteller und ob damit nicht ein Drehbuch geschaffen wurde, dass nun andere dankbar als Vorlage oder auch gezwungenermaßen als Vorgabe nutzen.

Etwa eine Stunde später folgte das Bekenntnis der Islamisten. Es enthielt nichts, was nur Drahtzieher oder Täter wissen konnten. Es war nach Meinung von Experten zudem hastig zusammengestellt. Und es enthielt Fehler, etwa die falsche Verortung des “Stade de France”, wo mehrere Selbstmordattentäter ihre Bomben zündeten.
Nanu? Ist da das Gschäckle einer VT im Text versteckt? Oder nur ein kleiner Hinweis auf die Möglichkeit von falschen Bekennern? Warum sollte jemand versuchen Paris IS in die Schuhe zu schieben, wo er sich doch dazu bekennen sollte oder müsste oder darf? Was bleibt aber ohne dieses Bekennerschreiben und die Audiobotschaft übrig vom allmächtigen Täter von parIS? Nur vermutete Verbindungen und Auslandsreisen? So richtig “stolz” scheinen die auf die Attentate dann wieder nicht zu sein – wie geht das zusammen? Kann grad keiner der Terrorfürsten vor die Kameras treten, weils grad weniger passt oder haben die Terrorpaten-Schauspieler alle Urlaub und können nicht mit ihren abgelesenen (falsch) übersetzten Botschaften beglücken? Sollte der Kalif nicht seine Stimme erheben und die Macht Allahs und seiner Anhänger preisen?

Aber wie und wo auch immer die Attentate geplant wurden, ob zentral gesteuert, oder durch eine autonome Terrorzelle; die Parallelen bleiben. Zehn Jahre nach Husseins Vorhersagen haben sich bislang alle bewahrheitet – und die Sprengsätze in Paris passen ebenfalls ins Bild.
“Vorhersagen” trifft das ganze gut. Vorhersagen eines Agenten wie Hufeisenplan, WMD, uva.?

Die Angst, die nun folgt, soll provozieren. Krieg provozieren. Eben davon sprach Hollande nach den Attentaten. Und Bundespräsident Joachim Gauck sieht eine “neue Art von Krieg”. Aber wie ist er zu führen?
Hollande sprach doch wohl weniger von Vorsicht und der Angst sich zu einen Krieg provozieren zu lassen, als viel mehr davon, dass dieser bereits läuft und sein Verteidigungsminister faselt etwas von totalem Krieg. Auch Deutschlands bekanntester BundesPa sprach wohl eher von dem Drang, der Verpflichtung und Verantwortung einen solchen zu führen oder schleunigst zu beginnen oder besser auszuweiten. Die Zeilen des Schreibers sollen verharmlosen, was längst Fakt ist. An der Stelle kann die Haarspalterei auch gespart werden, was genau gesagt wurde – denn die Frage ist immer was ankommt, nicht was gesendet wird.

Das Ziel der Islamisten könnte das gleiche sein: Die Bevölkerungen beunruhigen und gegen ihre Regierungen aufbringen, damit diese agieren, wie sie es in ruhigen politischen Zeiten niemals getan hätten. Sich ebenfalls radikalisieren, dem Feind Unterstützer zutreiben, sich auf einen Krieg einlassen.
Jetzt ist es raus – die Unzufriedenen in den Ländern werden von Terroristen gesteuert. Die Probleme in den ganzen verlogenen Regierungen und Konzernen existieren nicht. Repressionen JETZT!

Der Westen steht nun vor der Wahl: Bleibt er besonnen? Oder lässt er sich auf einen Krieg ein, eine Eskalation, die in der dschihadistischen Logik den letzten Akt bedeuten könnte?
Steht der Westen (die Gutsten) vor der Wahl? Nachdem was die Politik, als auch Presse bereits an Feuerwerk abbrannten? Kennt sich das Gros die Bürger denn überhaupt noch aus? (Dazu eine kleine Replik unten.) Sollen wir jetzt auch Friedensdemos machen bei denen Bomben (angeblich des IS) hochgehen, wie in der Türkei? Oder uns lieber am Bahnsteig einfinden, auf die Ausrüstung und Waffen warten um mit der BBB Berlin-Bagdad-Bahn ins Elend zu reisen? Beides wohl nicht die besten Aussichten um die Spirale der Gewalt mit den herrschenden Vorgaben zu durchbrechen. Eine dritte Option bleib dem Schreiberling wohl, ob seiner Scheuklappen verborgen: Stärkung der vorhandenen Strukturen in den leidenden Ländern, damit sich diese wieder aufrappeln können. Das Immunsystem stärken, und nicht immer gleich mit (ABC-Waffen-) Gewalt den Organismus zerstören, wenn es noch andere sinnvolle Möglichkeiten gibt.

http://www.n-tv.de/politik/Islamisten-wollen-die-totale-Konfrontation-article16359701.html

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Straßenrandgeschichte:

Heute wollte mir glatt einer (Bekannter) weiß machen, dass “D nur diese Pegida in Syrien unterstützt oder – ähm – also eigentlich ja im Irak und das eine gute Sache sei mit den ganzen Waffen in die Region da runter, auch an die Freundchen mit den Öl, weil die doch da den Assad beseitigen wollen und die doch unsere Unterstützung brauchen, damit der Terror endlich besiegt wird.”
?!?? Glaubte zuerst an gelungenen Sarkasmus zwischen Tür und Angel. Gab nur einen Gedanken: Sollte ich lachen oder weinen?
Nach einigen meiner (naiven) Nachfragen kam heraus, dass der Gedanke völlig richtig war, nur anders: Es ging wohl eigentlich ernsthaft um die Peschmerga. Und auch ansonsten stimmte in dem Weltbild gar nichts mehr. Oh lala und es war anscheinend nicht klar, dass unsere “guten Waffen” da nichts Gutes tun und die SA-Scheichs da eher “für” als “gegen” den Terror unterwegs sind und schon immer waren, um damit ihre Pfründe zu sichern. Der arme Mensch war danach ganz verstört, sah mich sehr komisch an und wahrscheinlich war sein Weltbild übel angeknackst. Hoffentlich war das nicht die Zeugung eines neuen westlichen Extremisten. Surreal. Es gab dann den Punkt einfach lieber zu gehen, weil es nicht zu ertragen war, wie angeblich gebildeten, in anderen Belangen durchaus intelligenten Menschen, so viel Müll in den Kopf gestreut bekommen können. Das kann sich die Hetzpresse jeden Tag aufs Neue an ihre nicht mehr vorhandene Hutkrempe stecken: Desinformation, Dekontextierung, Fragmentierung, Halbwahrheiten und ganzheitliche Lügen. It works, folks! Prima!

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