Es menschelt mal wieder bei Golineh Atai. Und wem gilt all ihre Anteilnahme? Einem traumatisierten ukrainischen Soldaten!

Gerade eben im Mittagsmagazin von ARD und ZDF gesehen. Andrej Nazarenko heißt das Opfer. Und das wohl in mehrfacher Hinsicht.

“Auf dem Maidan in Kiew sah er zum ersten Mal in seinem Leben, wie Demonstranten neben ihm getötet wurden.

Ja, Frau Hans-Joachim-Friedrichs-Preisträgerin! Und Sie haben bis heute nicht herausgefunden, WER da geschossen hat! Dabei residierten Sie damals im Hotel Ukraina, einem der Scharfschützen-Posten des Rechten Sektors! Französische Kollegen von Ihnen haben die Mörder sogar fotografiert und interviewt! An Ihnen ging das alles vorbei – obwohl Sie laut eigener Aussage damals mehrere Tage nicht aus dem Hotel rauskamen. “Aus Sicherheitsgründen”, wie Sie sagten.

“Dann zog Andrej in den Krieg”

Wohlgemerkt, zwischen diesen beiden Sätzen ist nur ein Punkt. Sie laufen direkt hintereinander. Auslassung, um den historischen Hintergrund auszublenden? Der Krieg war halt plötzlich da. Wie “zog” dieser Andrej eigentlich in diesen Krieg? Wurde er vom Militär eingezogen und gegen Zivilisten eingesetzt? So begann der Krieg nämlich! Oder war er einer der vielen “Freiwilligen”, wie die Nazi-Kämpfer von Propagandisten des Schlages Atai regelmäßig verharmlost werden? Zwischen den Zeilen muß man ja letzteres vermuten. “Zog in den Krieg” bezeichnet zumindest eine aktive Handlung des Subjektes Andrej. Andernfalls hätte man “wurde eingezogen” sagen können, ja müssen, um die Unfreiwilligkeit zu betonen.

Aber es bleibt bei Spekulationen, denn man erfährt absolut nichts über diesen Andrej. Nicht wo er war, nicht wann “er in den Krieg zog”, nicht wie und mit welchem Kampfverband. Daß Golineh Atai ihn zum Helden ihrer Story macht, läßt ja vermuten, daß er einer ihrer Nazifreunde ist. Aber wie gesagt, das muß Spekulation bleiben. Das einzige, das man erfahren soll ist, daß er traumatisiert ist. Und das glaubt man ihm sofort. Sowas passiert mit jedem Soldaten irgendwann. Um diese Schäden müssen sich dann Psychologen kümmern. Und das tun sie im Falle Andrej Nazarenko dann auch. “Privat finanzierte” übrigens! Und auch das Ziel der Therapie wird von Golineh Atai menschelnd genannt:

“Andrej will gesund werden im Kopf, sagt er – und dann wieder an die Front.”

Jo! Ein Mann, der wieder als Soldat funktionieren soll und will. Ein Held!
Zumindest einer, der in Golineh Atais Heldendefinition paßt.


 

https://propagandamelder.wordpress.com/2016/01/14/propagandameldungen-vom-14-januar-2016/comment-page-1/#comment-45912

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