Man erinnert sich noch an die willige Natopresse, die gegen Libyen hetzten und Gadaffi schnell als Monster hinstellte. Man machte es sogar gegen raten der Geheimdienste wie sich immer mehr heausstellt. So gesehen sind die Geheimdienste auch nur ein Werkzeug, was man nimmt, wenn man will, ansonsten es ignoriert.
Das kommt nun auch immer mehr durch die veröffentlichten Clinton Mails heraus. Es ist wahrlich interessant und erschreckend, wie die wirklichen Interessen verschleiert werden. Eigentlich müssten sich die Medien darauf stürzen wie die Bienen auf frische Blumen, aber viel sehe ich davon nicht. Dass das eingreifen in Libyen und die Auswirkungen mit für die Flüchtlingskrise zu verantworten sind, wird geflissentlich verschwiegen, man sucht lieber den Schuldigen wo anders. Es könnte ja sein, dass die Schlafschafe aufwachen und Fragen stellen.
Einzig im Zusammenhang mit dem Tot Westerwelles, kommt das Thema doch nun wieder hoch, wenn mich nicht alles täuscht, doch das ist auch nur halbherzig wieder.
Interessant sind die neuen Informationen alle mal und zeigen ein größeres Bild endlich genauer. Es ging nicht nur um das Libysche Öl, das natürlich auch ein wichtiger Grund mit ist.
Auch wenn diese Info schon etwas älter ist, so belegen doch nun diese Mails vieles davon.

http://www.imi-online.de/2016/03/18/die-clinton-mails-und-der-libyen-krieg/

„Wenige Monate vor dem NATO-Angriff auf sein Land forderte er [Gaddafi] die arabischen und afrikanischen Staaten auf, eine neue gemeinsame Währung einzuführen, um sich der Macht des Dollars und des Euros zu entziehen. Grundlage sollte der Gold-Dinar sein, der auf dem 144 Tonnen schweren libyschen Goldschatz beruht, der in der staatlichen Zentralbank lagert. Dieser Initiative waren bereits geheime diesbezügliche Konferenzen 1996 und 2000 vorausgegangen. Die meisten afrikanischen Länder unterstützten dieses Vorhaben. Sollte dies gelingen, wäre Frankreich der größte Verlierer, denn das bedeutete das Ende des CFA-Franc in den 14 frankophonen Ländern Afrikas, und damit auch das Ende der postkolonialen Kontrolle Frankreichs über diese. Drei Schlüsselprojekte hatte Gaddafi in Planung, die den Grundstein für eine afrikanische Föderation bilden sollten: Die Afrikanische Investmentbank im libyschen Sirte, die Afrikanische Zentralbank mit Sitz in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, sowie die für 2011 geplante Einrichtung des Afrikanischen Währungsfonds in Jaunde (Kamerun), der über einen Kapitalstock von 42 Milliarden Dollar verfügen soll.“

Man könne doch dann nicht mehr so schön das Land plündern, der Aufbau und die Ausweitung Africoms, mit Sitz ins Stuttgart hat damit auch zu tun. Seit Anfang 2010 rum “engagiert” sich ja das Imperium auch wieder verstärkt dort und kam nach dem Desaster anfang 2000 wieder zurück. Es entstanden mehrere Militär und Drohnenbasen wie wir wissen.
Dass Frankreich da auch seine Interessen geschützt wissen wollte, ist durchaus verständlich, denn dass Großteile von Westafrika quasi was die Währung angeht immer noch unter Frankreichs “Kontrolle” stehen, durch den sogenanten CFA Franc und somit Frankreich auch davon profitiert ist nicht von der Hand zu weissen.
Mehrere Länder hätten sich so dem Einfluss entzogen, aber das durfte natürlich nicht passieren.

Geheimdienstoffiziere entdeckten den Plan kurz nachdem die aktuelle Rebellion begann und hierbei handelte es sich um einen der Faktoren, die die Entscheidung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy beeinflussten, Frankreich auf einen militärischen Angriff festzulegen. Nach Angaben dieser Individuen, werden Sarkozys Pläne von folgenden Faktoren beeinflusst:

Den Wunsch einen größeren Anteil an der libyschen Ölproduktion zu erhalten,
Den französischen Einfluss in Nordafrika auszuweiten,
Die innere politische Lage in Frankreich zu verbessern,
Dem französischen Militär die Möglichkeit zu bieten, seiner Position in der Welt wieder Geltung zu verschaffen,
Die Sorgen seiner Berater über Gaddafis langfristige Pläne, Frankreich als dominierende Macht im frankophonen Afrika abzulösen zu adressieren.“

Aus diesem Interessensbündel dürfte sich die exponierte Rolle Frankreichs erklären, dass bei der Kriegsführung von Anfang an ganz vorne mit dabei war. Sicher handelt es sich bei dieser Mail nicht um einen abschließenden Beweis, was die tatsächlichen Gründe für die Intervention waren. Viel näher an die Überlegungen, die in solchen Fragen im US-Außenministerium angestellt werden, dürfte man aber selten kommen.

Jetzt will man ja bald wohl wieder eingreifen, aber nicht wegen der Menschen, ganz sicher nicht, sondern weil die Lage droht ausser Kontrolle zu geraten und weil man in Europa über die Flüchtlinge jammert bestimmt und die Menschen hier die Nase voll davon haben bald. Die Medien werden auch wieder darüber schreiben, so wie es den oberen passt. Wirklich ändern wird sich aber sicher nichts, vor allem nicht in Afrika.


https://propagandamelder.wordpress.com/2016/03/20/propagandameldungen-vom-20-maerz-2016/#comment-54926

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