Man tut in der Mainstream-Presse immer so, als wenn die Probleme vom Himmel gefallen seien. Dabei ist Brüssel ganz wesentlich für die meisten Fehlentwicklungen in Europa verantwortlich. Und seit 2008 hat das politische Buch der Schande auch einen wirtschaftlichen Folgeband erhalten. Die Fliehkräfte, die Europa zerreißen könnten, sind selbst verschuldet. Und da muss man ansetzen, gegensteuern, aufräumen.

Das heißt in erster Linie, eine Politik der Kooperation, des Friedens und der Stabilität zu etablieren. Und sich mit eigenen, langfristigen außenpolitischen Konzepten von den kriegslüsternen Psychopathen in Washington verabschiedet. Freundschaft mit Amerika: Ja, bitte. Sehr gerne sogar. Aber nur auf Augenhöhe und gegenseitigem Respekt.

Das bedeutet Fluchtursachen bekämpfen! Also das letzte Relikt des Kalten Krieges, die NATO, auf europäischer Ebene zu beerdigen. Europa braucht eine eigene Sicherheitsarchitektur: Aus erster Hand und in Abstimmung mit seinen unmittelbar Nachbarn. Solange der transatlantische Bruder weiter zündelt und mit Farbenrevolutionen alle Bemühungen zunichte macht, wird Europa seine Probleme im Nahen und Mitteleren Osten nicht nachhaltig lösen können.

Das bedeutet, endlich den Euro abzuwickeln oder seine Mechanismen so grundlegend zu verändern, damit alle europäischen Volkswirtschaften wieder atmen können. Alle Elemente des Neoliberalismus, die das verhindern und die Völker weiter im Würgegriff halten, müssen in Europa beseitigt werden. Das Erfolgsmodell des progressiven Rheinischen Kapitalismus gehört wiederbelebt.

Dazu gehört, dass man mit Bussen zu den Banken, Fonds und Finanzministerien fährt, ihre Vorstände und Helfershelfer in Handschellen abführt, anklagt und zur Rechenschaft zieht. Dieses Gesindel muss restlos ausgemerzt werden, statt die Fantastilliarden beim europäischen Steuerzahler abzuladen.

Dazu gehört der Schutz heimischer Industrien und Arbeitsplätze, sowohl vor Billigkonkurrenz und Drückern, als auch vor den angloamerikanischen Finanzparasiten und ihrem „Shareholder Value“.

Und natürlich muss man in Europa den umfassenden Ausverkauf von Sozialsystemen, Infrastruktur und Daseinsfürsorge beenden. Das Erbe des europäischen Wohlfahrtsstaates sollte sicherlich nicht allzu sehr über strapaziert werden, was den Missbrauch angeht. Aber das, was der freie Markt jenseits des Atlantiks bereithält, ist in keinster Weise erstrebenswert. Ein gesundes Mittelmaß ist das Mindeste, um einen ansprechenden Lebensstandard für alle Europäer zu sichern.

Es gäbe so viel zu tun für die EU, worum sich Brüssel sinnvollerweise kümmern könnte. Von mir aus auch mit 60.000 Beamten. Aber dann kann ich als Bürger verdammt noch mal brauchbare Ergebnisse erwarten und nicht diesen Humbug, den einem die Lügenpresse hier wieder andrehen will. Und da diese Ergebnisse bislang ausbleiben, haben die Briten das einzig Richtige getan.

See EU later!


https://propagandaschau.wordpress.com/2016/06/24/luegner-dummschwaetzer-und-staatliche-propagandisten-in-ard-und-zdf/comment-page-1/#comment-90027

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