Wisst ihr, was das aberwitzigste, aber auch bezeichnendste an der Berichterstattung heute Vormittag in den deutschen Staatsmedien (und bestimmt auch den Konzernmedien) ist?

Sie haben plötzlich ein Herz für die Schotten entdeckt.

Jetzt plötzlich können sie den Austritt Schottlands aus dem Vereinigten Königreich gar nicht mehr abwarten. Und natürlich tun sie so, als sei der Verbleib in der EU für die Schotten das Hauptargument. Was vor einigen Monaten noch völlig absurd und durchgeknallt war, so eine Separationsbewegung von „Rechtspopulisten“ oder was weiß ich was, ist jetzt plötzlich rational und wünschenswert und konsequent und überhaupt.

Besser als an diesem Beispiel lässt sich die grenzenlose Heuchelei in Politik und Medien kaum beschreiben.

Ich höre übrigens die ganze Zeit nur ein einziges „Argument“, warum der Brexit so schlimm ist, angeblich. Der kurzfristige Verfall des Pfund Sterling, der soll das jetzt beweisen. Das ist natürlich fürchterlich dünn, zumal doch die meisten Leute inzwischen wissen, dass sowohl eine starke als auch eine schwache Währung Vor- und Nachteile haben. Vor allem ist das aber nur eine hysterische Reaktion auf Ansage. Schon ganz bald wird „die Märkte“ der Brexit überhaupt nicht mehr jucken, dann schauen die wieder auf andere Sachen. Eine irgendwie fundierte Erklärung, mit entsprechenden Begründungen, warum der Brexit so furchtbar sei, bleiben uns die Medien schuldig. Nichts als Blabla.


https://propagandaschau.wordpress.com/2016/06/24/zdf-verbreitet-manipulierte-brexit-wettprognosen-zugunsten-der-eu/#comment-89927

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