http://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/detail/300-000-unter-feuer-1551/

Das IPG-Journal der Friedrich-Ebert Stiftung bietet neben einer Handvoll guter Artikel auch immer wieder Thinktank- und anderen transatlantischen Schreibtischtätern eine Plattform für nur dürftig verhüllte Kriegshetze.

In dem aktuellen Text eines (selbsternannten?) freien Journalisten über die Belagerung Aleppos werden, wie üblich, die Jihadisten konstant zu Rebellen verharmlost und die Einrichtung humanitärer Korridore durch Russland und die syrische Armee als Falle und Täuschungsmanöver gedeutet. Darüberhinaus ist die Genugtuung spürbar, dass die syrischen Streitkräfte alleine dem IS nicht gewachsen ist:

„Am 04. Juni rückten Regierungstruppen sogar von Hama in die Provinz al-Raqqa ein und kündigten eine Offensive auf die gleichnamige Hauptstadt der Dschihadisten an. Lediglich drei Wochen später scheiterten sie jedoch an einem Gegenangriff des IS, der die begrenzten militärischen Kapazitäten des syrischen Militärs veranschaulichte.“

„In einer Rede vor dem Parlament kündigte Präsident Assad an, „jeden Quadratmeter“ von Syrien aus den Händen der Terroristen — sein Terminus für die gesamte bewaffnete Opposition — befreien zu wollen. Die einzige Option sei der Sieg, andernfalls würde Syrien nicht weiter existieren. Von Diplomatie keine Spur.“

—Völlig klar, in jedem anderen Land der Welt ist es üblich, dass die Regierung mit einer bewaffneten, vom Ausland gesteuerten Opposition verhandelt, solange sie nur „moderat“ ist.
Sogar Kerry wird vom Verfasser für die Kooperation mit Russland der „Fütterung russischer Propaganda“ bezichtigt.

Die Krönung des Zynismus wartet am Ende, als der Verfasser allen Ernstes fordert, die Amerikaner sollten Schutzkorridore einrichten und zur Not auch russische Luftabwehrstellungen ausschalten.
Eine militärische Antwort sei aufgrund der rationalen russischen Außenpolitik nicht zu erwarten, aber ein Restrisiko bleibe, was man in Kauf nehmen müsse.—-

„Gewährleisten kann das unter den derzeitigen Umständen nur eine Initiative unter Führung der USA. Gegner argumentieren zwar, der Schritt erfordere die Ausschaltung der russischen Luftabwehrstellungen im Land…..
…es entspräche nicht dem rationalen Kalkül russischer Außenpolitik, die Einrichtung humanitärer Schutzzonen unter Führung der USA und ihrer Verbündeten militärisch zu beantworten. Gewiss bleibt ein Restrisiko bestehen…“

Man fragt sich wer hier weniger bei Troste ist, der Verfasser dieses hahnebüchenen Unsinns oder eine SPD-Stiftung, die ihm eine Plattform für diese verquirlte Kriegshetze bietet.


https://propagandamelder.wordpress.com/2016/07/30/propagandameldungen-vom-30-juli-2016/#comment-74575

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