Ein wirklich reinrassiges Propagandaformat ist dieses neuere ZDF Sendungsformat
„heute in Europa“, jedenfalls am 14.09.2016.

Nur zwei Beispiele aus oben genannter Sendung vom 14.09.2016:
Im ersten Beitrag wurde Bulgarien, mit reichlich offenkundig falschen Fakten und offenkundig propagandistischer Stossrichtung, als Flüchtlingshimmel hochgelobt.
„Was Bulgarien besser macht“ (#als Deutschland in Sachen Flüchtlingsintegration)
oder
„Kaled ist froh, raus zu sein aus Deutschland.“
oder
„In Bulgarien hat Kaled einen guten Job und Freunde gefunden und er ist nicht der einzige, der Deutschland den Rücken kehrt.
Viele junge Leute finden in Deutschland nicht das worauf sie gehofft haben. Hier in Bulgarien ist es leichter sich ein Leben aufzubauen“

oder
„Aber dafür gibt es Jobs, vor allem im boomenden IT-Sektor. 50 000 Fachkräfte fehlen.
Die Gehälter für Fachkräfte sind in Bulgarien fast so hoch wie im Westen.“

waren so Bemerkungen, die gleich aufstiessen, denn noch immer flüchten selbst reichlich bulgarische Einheimische aus einem vergleichsweise bettelarmen Bulgarien mit vielfach geringerem Lohnneveau und grassierender Fremdenfeindlichkeit nach Deutschland.
http://webapp.zdf.de/page/beitrag?aID=2836090&cID=246

So richtig zur Sache ging es dann im nachfolgenden Beitrag („Stimmungsbild“) über Kaliningrad (ehemals Königsberg) vor den anstehenden Duma Wahlen von Winand Wernicke (Leiter ZDF Studio Moskau).
Hier mal der erste Satz der Anmoderation des Einspielers:
„Sie (#Kalininingrad) ist die Pistole an der Schläfe Europas, das schrieb die russische Presse.“
Nett oder?
Den folgenden Satz „Die Menschen sehen ihre Stadt als Brücke nach Europa.“ konnte/sollte man im Kontext des davor gesagten dann auch falsch verstehen.
Dann geht es aber auch schon zum eigentlichen Hauptthema des Einspielers, die Diskreditierung der Duma Wahl nächsten Sonntag.
Dazu lässt man erst einen jungen Mann – versteckt hinter massiver Sonnenbrille – aufsagen, er würde nicht wählen gehen, man könne niemanden vertrauen.
Die „Hauptzeugin“ ist dann eine Frau mit Kind, die man folgendes sagen lässt, bzw. man behauptet, dass sie folgendes gesagt hat, denn die Originalstimme ist nur am Anfang und Ende zu hören:
„Mir wird Geld für meine Stimme bei der Wahl versprochen. Ich weiss nicht, von wem die SMSen kommen, von unbekannten Nummern. Jedenfalls soll ich für die Partei einiges Russland stimmen.“.
Es wird also Wahlbetrug für die Putin Partei „Geeinigtes Russland“ durch gekaufte Stimmen behauptet.
Dann ordnet der Kommentar – vermutlich Wernicke – das gleich für den Zuschauer ein:
„Klar scheint, die Kremlpartei Einiges-Russland wird die Wahl gewinnen, doch die Probleme werden bleiben.“

Aus gutem Grund gibt es diesen Beitrag (zur Völkerverständigung…) nicht separat in der ZDF Mediathek, hier also der Link zur ganzen Sendung:
http://webapp.zdf.de/page/beitrag?aID=2836056&cID=246
Direkt nach dem Bulgarien Beitrag geht es mit der eleganten, oben zitierten Überleitung nach Kaliningrad (Königsberg).

Allgemein habe ich den Eindruck, dass alle diese neuen Formate, ob das heute+, heute in europa oder yourope ist, in der offenkundigen Weise wie Propaganda betrieben wird, noch schamloser sind, als diejenigen, die schon länger am Markt sind.


https://propagandamelder.wordpress.com/2016/09/15/propagandameldungen-vom-15-september-2016/comment-page-1/#comment-82357

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