Letzte Woche war hier ein Youtube-Clip eingestell, in dem ein alter Mann Weisheiten von sich gab.

Mühsam, seinem Radebrech zu folgen. War ja auch russisch, dank der Text-Übersetzung in den Untertiteln blieb einem seine Aussage jedoch nicht vorenthalten. Auch nach dem dritten Male des Konsums bleibt mir keine andere Aussage möglich als die: Beeindruckend! Hier wäre es doch mal angebracht, einen Beitrag darüber zu schreiben. Was ein Falin da von sich gibt in weniger als einer halben Stunde, erklärt die heutige Lage in Europa und in der Welt besser, tiefer und genauer als alles was unsere sogenannten Expeeerten sich auf transatlantischen Befehl zusammen reimen. Geschichte wiederholt sich nicht, es ist und bleibt immer nur eine einzige Geschichte. Wenn wenigstens hier die ganzen Textunterzeilen zusammentragen und der Gemeinheit in kompakter Weise zur Verfügung gestellt würden.

Spätestens auf Basis Falin’scher Erkenntnisse sollte einem eigentlich schnell klar werden, dass das ganze Gemähre mit dem wir derzeit in Echtzeit zugeschissen werden, uns zuscheissen lassen und uns selbst zu allem Überfluss auch noch freiwillig zuscheissen – derzeit Trump elected, drohendes Trumpistan, Merkel for ever, war against never ending terrorism, war against fake and hate – uns und die restliche Menschheit nur fernhalten soll von dem tatsächlich bedeutsamen, lebensbedrohenden Gegebenheiten, Entwicklungen und Erkenntnissen. Alle reden vom amerikanisch-transatlantischen Imperialismus, inflationär und doch ohne sich zu besinnen, was das alles bedeutet. Imperialismus ist mehr als nur ein blitzeschleudernder Imperator. Imperialismus ist und bleibt zwangsläufig und automatisch Faschismus pur. Es gibt keinen guten Imperialismus.

Jetzt mit Trump als drohende, am Horizont aufziehende schwarze Wand, wird uns vorgegaukelt, der bisherige Imperialismus sei so was wie der gute Imperalismus gewesen. Allein mit diesem heutigen Beitrag aus counterpunch wird diesem Aberglauben der Garaus gemacht. Wir sollten endlich mal aufwachen und uns mit dem Wichtigen beschäftigen und nicht mit dem uns übergebretzelten angeblich Dringlichen. Das Wichtigste ist nämlich besonders dringlich. Stattdessen delektieren wir uns ununterbrochen an vergnüglichen und/oder despektierlichen Geschehnissen, Brocken die man uns vor die Schnauze wirft im Schweinekober des Regimefunks und der leider immer noch existierenden Schmierenpresse.

Ein Erklärungsversuch als Beispiel gefällig? Seit über zweieinhalb Jahren wird auf allen transatlantischen „Bühnen“, aus allen Lautsprechern die Annektion der Krim beklagt, bejammert, erzürnt als verbrecherische, widerrechtliche Aneignung verdammt. Das einst unaufhörlich eingeforderte Selbstbestimmungsrecht des Volkes, plötzlich war es nicht mehr existent. Was aber dann? Warum muss denn die Krim unbedingt wieder der Ukraine zugeführt werden? Die plötzlich entdeckte Angst vor dem Russen im Baltikum, drei Kleinstaaten mit einer Bevölkerung mit wenig mehr als Hessen (6,3 : 5,9) – dabei mit ordentlichen russischen Minoritäten ausgestattet, wird vorgeschützt – zusammen mit der eher größenwahnsinnigen Wut als Angst der Polen – um die transatlantische „Verteidigungsorganisation“ ante portas Russlands aufzubieten. Warum nur?

Ist der Ansatz von Falin so falsch? Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Vorsatz aktenkundig – so Falin – Russland aus Europa zu vertreiben. Wie das Falin’sche Erinnerungsarchiv weiter hergibt: der erste Weltkrieg – nachträglich dem deutschen Kaiser untergejubelt – schon vor Beginn als Plan belegbar, Russland von der Ostsee bis zum schwarzen Meer einzusperren, wegzudrücken. Man beachte dabei: da gab es kein kommunistisches System, das als Begründung herhalten konnte. Und heute? Königsberg – heute Kaliningrad – als Hafen der russischen Flotte in der Ostsee (Petersburg nicht eissicher genug) ist natürlich ein Stachel erster Güter gegen solcherlei Absichten. Eine ideale Zangengeburt: Königsberg im Norden, Sewastopol im Süden. Da ginge – so die Hoffnung – dem Iwan bald die Luft aus, zumindest seiner ruhmreichen Flotte.

Falin weiß noch mehr zu berichten, von jenen „Umtrieben“ in Trumans und Churchills Amtsstuben anno 1945, die – wohl auch in der Reichskanzlei publik geworden – so Manchen hierzulande doch noch vom Endsieg (gegen den Kommunismus) träumen liessen. Mit dem Endsieg wurde es zwar vorerst nichts, aber was nicht ist kann ja noch werden. Die Geilheit, mit der derzeit eine Verteidigungsministerium wieder Panzer und bewährte Luftwaffe im Barbarossa-Aufmarschgebiet aufzubieten bereit ist, ist ja nicht das einzige Indiz. Ach ja, damals als der transatlantische Plan B (Unterschied zu Plan A: vorerst mal ohne Nazis) forciert wurde, gab es zeitgleich auch einen Herrn Kasner, u.a. auch an den Unis Heidelberg und Hamburg aktiv. Heidelberg? Da bietet es sich an, diskret auf die damalige Lage zu verweisen.

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kann

kann spätestens so ab Minute 17 kann erkannt werden, was damals in Heidelberg und anderswo so abgegangen sein kann. Minute 18: bizarre Zeiten in Europa … die Situation könnte sich bald ändern … Aufmerksamkeit und Vorsicht ist angezeigt ….

Im Jahre 1954 war es dann soweit, der Herr Kasner begab sich – wenige Wochen nach der Geburt von Klein-Angela – in ein kleines Dorf in der sowjetisch besetzten Zone um eine Pfarrstelle anzutreten und sich alsbald (drei Jahre später) ein Stück weiter in Templin am Aufbau einer innerkirchlichen Weiterbildungsstelle zu beteiligen, wohl sowas wie eine centrale Intelligenzagentur. Es reicht dann auch völlig, dem in Wikipedia über der Wasserkante dümpelnden Eisberg mit Wissensgut über die Entwicklung von Angela Kasner, später kurzzeitig mit einem Physiker anderen Namens verehelicht, mal etwas kritischer zu beäugen um auf seltsame Gedanken zu kommen.

Zurück zum Imperium! Auch im alten Rom – dem Musterimperium par excellence – soll es immer wieder vorgekommen sein, dass sich gelegentlich ein Imperator alias Usurpator nicht der allerbesten Akzeptanz erfreute. Ein Nero beispielsweise konnte sich dem problemlösenden Zugriff der Prätorianergarde nur durch Selbstentleibung entziehen. Wenige Jahrhunderte später wurde ein anderer Weg beschritten, eine bessere Lösung gefunden. Und aus dem Reichsprotektor Ost wurde der Kaiser von Ostrom mit Amtssitz in Byzanz, der in Rom erwies sich fürderhin als redundant. Vorletzte Woche nun weilte der Kaiser Claudus Anatis vom US-Imperium im Reichsprotektorat Ost zu Berlin und ermunterte die Reichsprotektorin dem Beispiel des Theodosius von 395 n.Chr. zu folgen. Wenige Tage später tat sie das und verkündete: Ich bin ein Teil der Lösung! Zumindest so lang, bis Trumpus insanis I. eines Besseren belehrt werden, ersatzweise anderweitig entsorgt werden kann.

P.S.

Et ceterum censeo …

Übrigens, die Kasner’sche Kinderlandverschickung sollte später noch mindestens einmal erfolgen. Anno 1979 konnte die Familie Atai gerade noch rechtzeitig aus dem Iran fliehen, Khomeini war gerade angekommen. Das versprach nichts Gutes.
Und so landete die Familie schnurstracks – dank welcher Hilfe auch immer – zusammen mit Klein-Golineh im auch damals kleinen Hoffenheim ganz in der Nähe von Heidelberg, wo alsbald Papa seine Brötchen an der Uni verdienen durfte und demnächst Golihnechen ihre mehrfach bepreiste Blitzkarriere starten konnte. Auch hier: Russland als Hauptstoßziel aller Aktivitäten. Zufall, aber auch.

https://propagandamelder.wordpress.com/2016/11/23/propagandameldungen-vom-23-november-2016/#comment-94999

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