Ein schönes Beispiel, wie man durch falsche Übersetzung und Dekontextualisierung eine Aussage verdrehen kann.

Trump im Original: „We have to start winning wars again,“ Trump said in the State Dining Room of the White House. „I have to say, when I was young, in high school, and college, everybody used to say we never lost a war. We never lost a war. You remember. Some you were right there with me, and you remember? We never lost a war. America never lost.“ „And, now, we never win a war,“ Trump said. „We never win. And we don’t fight to win. http://www.washingtonexaminer.com/trump-we-have-to-start-winning-wars-again-we-dont-fight-to-win/article/2615890

Ich habe mir den Redeausschnitt angehört. Trump zeigt sich erstaunlich kritisch gegenüber den US-Kriegen im Nahen Osten, und ich verstehe ihn so, dass er meint, am besten sollte man diese Kriege gar nicht führen, wenn man sie aber führt, sollte man sie gewinnen und nicht einen Dauerkriegszustand erzeugen. Die deutsche Übersetzung des ersten Satzes müsste dann lauten: „Wir müssen Kriege wieder gewinnen [wenn wir sie schon führen].“

Und so steht es auf Tagesschau: Trump sagte, Details zu seinem Budget wolle er am Dienstag in seiner Rede vor dem Kongress darlegen. In gefährlichen Zeiten wie diesen sei sein Haushalt einer der nationalen und öffentlichen Sicherheit. Er fügte hinzu: „Wir müssen wieder Kriege gewinnen.“ https://www.tagesschau.de/ausland/trump-verteidigungshaushalt-101.html

„Wir müssen wieder Kriege gewinnen“ bedeutet, vor allem wenn man den Satz aus seinem Kontext reißt, „Wir müssen wieder Kriege führen [und die dann gewinnen].“
Darauf hat mich ein Kommentar zu einem ganz schlechten Telepolis-Artikel aufmerksam gemacht, der hier, glaube ich, schon erwähnt wurde: https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Trump-laesst-die-Katze-aus-dem-Sack/Luegenpresse-jetzt-auch-bei-heise/posting-30047782/show/


https://propagandamelder.wordpress.com/2017/03/06/propagandameldungen-vom-06-maerz-2017/#comment-114635

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