ARD, Europamagazin 12.3.

Ein Beitrag über einen neuen, russischsprachigen Sender im Baltikum.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/europamagazin/sendung/tschechien-radio-free-europe-100.html

Ein Sender von „Radio Free Europe“ aus Prag (!!!) und „Voice of America“. Also mehr oder weniger direkt aus der Propagandaabteilung der CIA. Der Chefredakteur Kenan Aliyev dazu wörtlich:

„Russland berichtet über die Themen einseitig. Macht Propaganda. Unsere Aufgabe ist es, ein objektives und ausgewogenes Gegengewicht zu schaffen, ohne die Nachrichten zu verdrehen oder zu verzerren.“

Aha…. „Ausgewogen und objektiv“. Deshalb finanziert sich das „Angebot“ ja auch vollständig aus staatlichen Mitteln der USA, also des US-Kongresses bzw. des Staatssenders VOA. Ja, RFE war bis in die 70er Jahre hinein sogar komplett vom CIA finanziert!

https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Free_Europe

Die sind genauso „ausgewogen“ und „unabhängig“ wie die vom CIA gegründete und ebenfalls vom US-Kongress finanzierte „NGO“ (allein diese Anmaßung!) National Endowment for Democracy NED.

Und um zu unterstreichen, was denn da so versendet wird, weiter Aliyev:

„Unsere Top-Nachricht ist heute, daß die Ukraine Russland beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag verklagt hat. Die Ukraine verlangt eine Entschädigung für die russische Invasion. Das würden die russischen Nachrichtensender sicher ganz anders darstellen, als wir es tun.“

Ja, warum wohl? Vielleicht weil diese Invasion nur in den kranken Hirnen der Putschistenregierung Kiews existiert? Sogar bei der NATO-treuen Tagesschau liest sich die Information über die Klage Kiews völlig anders als bei den „objektiven und ausgewogenen Berichterstattern“ von Radio Free Europe:

https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-moskau-101.html

Von einer „russischen Invasion“ kein Wort! Und mit solchem Dreck werden jetzt also die Russen in den baltischen Staaten berieselt? Na, Prost Mahlzeit!
Aber es muß ja unbedingt ein „Gegengewicht“ zu den russischen Staatssendern hergestellt werdne, welche die Russen in den baltischen Staaten, etwa Estland, aktuell vor allem konsumieren. WARUM sie das tun, wird in dem Beitrag des Europamagazins allerdings komplett unterschlagen: Die Diskriminierung der russischen Sprache und der russischen Minderheiten im Baltikum! Beispiel Estland:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/estland-unerwuenschte-integrationshilfe-aus-tallinn-1607096.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Eiun Drittel der Bevölkerung dort sind Russen! Aber wie wird mit ihnen umgegangen? Ihnen wird die Verwendung ihrer Sprache außerhalb der eigenen vier Wände defacto verboten, die Staatbürgerschaft wird ihnen verwehrt, wenn sie keinen Sprachtest bestehen, und russischsprachige Radio- und Fernsehprogramme gab es in Estland bis Ende 2015 überhaupt nicht! Dann kam der von der NATO finanzierte Sender etv+:

https://www.tagesschau.de/ausland/estland-russland-101.html

Wegen der „Angst vorm Russen“ und dessen Propaganda. Die Probleme, wenn es denn überhaupt ein Problem ist, daß estnische Russen russische Programme schauen, sind also hausgemacht. Kein Grund für die ARD, dies in dem „Bericht“ zu erwähnen….


https://propagandamelder.wordpress.com/2017/03/12/propagandameldungen-vom-12-maerz-2017/comment-page-1/#comment-115578

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